Vier Fragen zur aktuellen Situation und wie wir Ihnen in dieser besonderen Zeit helfen können

In Krisenzeiten wächst der Informationsbedarf der Finanzpartner, auch bei uns. Bitte informieren Sie Ihre Partner zeitnah und umfänglich. Das schafft Vertrauen und hilft zum gegenseitigen Verständnis. Gemeinsam können wir dann auch diese Krise meistern. Oliver Kraus, Prokurist und Leiter Geschäftsbereich Common-Leasing, beantwortet Ihnen wichtige und grundlegende Fragen, wie die Würth Leasing Ihnen derzeit behilflich sein kann und wie wir Sie bestmöglich in dieser für uns alle herausfordernden Zeit unterstützen können.

 

Oliver Kraus, Prokurist und Leiter Geschäftsbereich Common-Leasing

 

Ist die Erreichbarkeit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter derzeit gewährleistet?


Die Würth Leasing hat vor circa einem halben Jahr alle Arbeitsplätze einheitlich mit Notebooks ausgestattet. Zudem gab es in den letzten beiden Jahren vermehrt den Wunsch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter generell ein bis zwei Tage die Woche vom Homeoffice aus zu arbeiten. Dem haben wir sukzessive entsprochen. Deshalb war der Schritt für uns nicht mehr groß, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser besonderen Zeit die Arbeit von zu Hause zu ermöglichen. Somit können wir dezentral agieren und sind zu 100 % für unsere Kunden da. Wir sind wie gewohnt über unsere bekannten Kontaktwege für Sie erreichbar und arbeiten ergänzend nun auch viel mehr mit Telefon- und Videokonferenzen.

 

Ein wichtiges Thema in diesen Tagen ist „Liquidität“. Gibt es hier Möglichkeiten bei der Würth Leasing,
um an frische Liquidität zu kommen oder vorhandene Liquidität zu schonen?


Vor allem in wirtschaftlich rückläufigen Situationen bewährt sich der alte Grundsatz: Liquidität vor Rentabilität. Ein Unternehmen kann tagesaktuell den besten Auftrag der Firmengeschichte akquiriert haben, wenn ihm jedoch keine finanziellen Mittel für die Umsetzung zu Verfügung stehen, wird das Unternehmen diesen nicht erfolgreich abwickeln können. Dies konnten wir bereits in den letzten Monaten – unabhängig von Corona – insbesondere in der Automobilindustrie und deren Zulieferern beobachten. In vielen Branchen können zwischen der erfolgreichen Akquisition eines Neuauftrag und dem Geldeingang aus der Schlussrechnung Monate, teilweise sogar Jahre liegen. Aktuell wird es hier sicherlich bei dem ein oder anderen Projekt zu zusätzlichen Verzögerungen kommen.

Leasing ist und bleibt dabei ein gutes Mittel zur Liquiditätsschonung, da damit notwendige Investitionen sofort getätigt werden können, der Einsatz von Liquidität jedoch erst über die Laufzeit erfolgt. Damit müssen die Mittel erst ausgegeben werden, wenn die Investition auch die entsprechenden Einnahmen hierzu liefert.

Wir alle können im Moment nur schwer abschätzen, wie lange sich die Krise hinziehen wird und welche Maßnahmen ggf. noch auf uns zukommen werden. Inwiefern dies alles zu einem wirtschaftlichen Rückgang oder vielleicht sogar zu einem kompletten Shutdown führen wird, ist noch nicht abzusehen. Die Finanzmärkte haben sich schon wieder etwas entspannt, vor allem deshalb, weil die größten Abschläge an den Börsen bereits stattgefunden haben und professionelle Investoren ihre Portfolios sturmfest gezogen haben.

Dies würden wir in der Realwirtschaft auch gerne unseren Kunden empfehlen: Sich mit ausreichendem Liquiditätsspielraum zu versorgen – auch wenn dieser am Ende hoffentlich gar nicht benötigt wird. Denn umso länger sich die Krise ziehen wird, umso mehr Mittel werden durch die laufenden Fixkosten aufgezehrt und umso schwieriger wird es im Verlauf werden noch einmal neue Mittel bei den Hausbanken zu erhalten. Die Liquidität ist dort sicherlich vorhanden, jedoch werden die Banken bei der Kreditvergabe trotz KfW-Haftungsfreistellungen an Ihre regulatorischen Grenzen stoßen. Wenn dann von den Unternehmen zeitnah liquide Mittel benötigt werden kann es passieren, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen.

Diese zwei Grundsätze haben wir aus der Finanzkrise 2008/2009 gelernt: Cash ist King und Liquidität vor Rentabilität!

Deshalb raten wir zum vorausschauenden Agieren. Analysieren Sie Ihren Liquiditätsbedarf der kommenden drei Monate genau und vergleichen Sie verschiedene Szenarien.

Daher bieten wir schon jetzt aktiv für unsere Kunden Sale-and-lease-Back-Transaktionen an, mit welchen Sie Ihre stillen Reserven in Form von Anlagevermögen zur Liquiditätsbeschaffung heben können. Der Vorteil zu einem echten Anlageverkauf bei akuten Liquiditätsbedürfnissen ist zum einen sicherlich der nicht vorhandene Notverkaufsabschlag aber zum anderen vor allem der große Vorteil, dass Anlagevermögen nicht physisch veräußern zu müssen und es damit auch weiterhin für die Produktion nutzen zu können. Insbesondere wenn es wirtschaftlich wieder vorangeht wird es für die Unternehmen essentiell werden, gut aufgestellt zu sein, um die verlorenen Meter durch die Krise wieder aufzuholen. Dies wird vermutlich nicht allen gelingen.

 

Die Rolle des Staates?
Die Bundesregierung hat umfangreiche Hilfen für die Wirtschaft zugesagt. Ja, dabei sehen wir aber noch einen Haken: die 80-prozentige Haftungsfreistellung der Hausbank. Das heißt, die Hausbank prüft intern, gleichzeitig mit Ihrem KfW Antrag, eine 20-prozentige Ausweitung der Linie im Eigenobligo. Die zweite Hürde ist die Bearbeitungszeit, zum einen bei der Hausbank und zum anderen nachgelagert bei der KfW.

 

Gibt es denn eine Alternative?
Ja, die Würth Leasing kann sehr kurzfristig über „Sale and Lease Back Konstellationen“ und „objektbasierte Leasingvarianten“ Ihrem Unternehmen frische Liquidität zur Verfügung stellen. Die Würth Leasing verfügt über genügend eigene Liquidität und kann schnell entscheiden! Schöpfen Sie Ihre Hausbanken-Linien nicht voll aus und erhalten Sie sich Handlungsspielräume für Unvorhersehbares.

 

Angesichts der außergewöhnlichen Umstände unternehmen die Mitarbeiter der Würth Leasing auch weiterhin alles, um den reibungslosen Ablauf Ihrer Anliegen zu gewährleisten. Als Finanzierungspartner für den Mittelstand sind wir auch in diesen Tagen für Sie da und telefonisch oder per E-Mail erreichbar.

Kommen Sie gut und gesund durch die Krise!

Ihr Oliver Kraus

 

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